Unser Gehirn hat sich für das Leben und Überleben in der freien Natur über Jahrtausende entwickelt. Wie können wir dieses Werkzeug in der heutigen Hochleistungszeit gehirngerecht einsetzen?

Wir haben als Art überlebt, weil sich unser Gehirn in unendlich langen Zeiträumen darauf konzentriert hat, was schief laufen könnte. Es hat vor allem als Gefahrensensor funktioniert: Hunger, Kälte, Feinde aller Art waren rechtzeitig zu entdecken und abzuwehren. Deshalb besitzen wir ein katastrophisches Gehirn das bei Gefahr im Verzug sofort anspringt und immer auf das Schlimmste gefasst ist.

Die Arbeitsanforderungen an Kundenschnittstellen erfordern von den Führungskräften ein zusätzliches Maß an Führungskompetenzen. Sie sind ganz besonders gefordert, wo möglich, Belastungen zu reduzieren, Ressourcen zu aktivieren und überhaupt gesund zu führen.

Was macht Menschen in Unternehmen krank? Neben ergonomischen Faktoren und Aspekten der Arbeitssicherheit rückt auch die Führungskraft zunehmend in den Fokus.

„Die Führungskraft ist eine Arbeitsbedingung“

sagt die Arbeitspsychologin Dr. Katrin Matyssek (2012). Denn gesundes Führen übt einen nachhaltigen Einfluss auf die Energie, Leistungsfähigkeit und Motivation der Arbeitenden und damit den wirtschaftlichen Erfolg von Betrieben aus.

Nicht nur MitarbeiterInnen leiden an psychischen Belastungen, auch Führungskräfte im unteren und mittleren Management sind davon betroffen. Sowohl Führungskräfte als auch MitarbeiterInnen benötigen in diesem Fall Hilfe und Unterstützung. Inwieweit Vorgesetzten Hilfe und Unterstützung anbieten, hängt ab von deren Rollenverständnis, ihrem Vermögen die Belastung wahrzunehmen, zu erkennen und angemessen darauf zu reagieren.

Die klare Verteilung von Verantwortung und Kompetenzen ist ein Qualitätsmerkmal im Beschwerdemanagement. Die ÖNORM ISO 10002 (Ausgabe 2005-08-01) gibt folgende Empfehlung ab…