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Office 21 des Fraunhofer-Instituts
Das europaweite Forschungsprojekt "Office 21" des Fraunhofer-Instituts bestätigt diese Forschungsergebnisse. Auch dort wird aufgezeigt, wie wichtig Umweltkontrolle ist: Je mehr Möglichkeiten die Befragten hatten, ihr Arbeitsumfeld nach ihren Vorstellungen mitzugestalten, desto größer war ihr persönliches Wohlbefinden. Dies wiederrum wirkt sich positiv auf die Produktivität aus. Besonders wichtig war der sogenannte Präsenz-Index, der beschreibt, inwiefern ein Arbeitsplatz so strukturiert ist, dass man zwischen Sichtbarkeit und Rückzug selbständig wählen kann und nicht das Gefühl hat, beobachtet zu werden.


Großraumbüros
In der Vergangenheit versprachen sich viele Firmen eine Reihe von Vorteilen durch Großraumbüros. Diese Erwartungen konnten die Büros aber nicht erfüllen. MitarbeiterInnen erleben vermehrten Stress und schlechtere Beziehungen zu den KollegInnen. Die Arbeitsumgebung im Großraumbüro wird von MitarbeiterInnen ungünstig beurteilt und ihre Arbeitsleistung wird geringer eingeschätzt, was auf einen Mangel an Privatheit und die häufigen Ablenkungen zurück zu führen sein dürfte.


Stressabbau
Besonders wichtig in diesem Zusammenhang ist der Stress und seine Auswirkungen. Stehen wir dauerhaft unter Strom, leidet die Gesundheit und die Leistungsfähigkeit, wir fühlen uns angespannt und unkonzentriert. Terry Hartig von der Universität von Uppsala haben einen Faktor der beim Stressempfinden eine Rolle spielt untersucht: den Blick aus dem Fenster. In ihrem Experiment zeigte sich, dass Versuchspersonen, die aus dem Fenster auf Bäume blickten, den durch die Aufgabe verursachten Stress schneller abbauen konnten als Probanden, die in einem fensterlosen Raum saßen. Bei diesen brauchte der Stressabbau erheblich mehr Zeit, unter anderem blieb der Blutdruck länger auf einem erhöhten Niveau. 


Tipps zur Büroraum Gestaltung
Farblose oder einfarbige Räume sind eher reizarm, blaue und grüne Räume wirken eher beruhigend, rote, orange und gelb getönte Räume haben dagegen ein Erregungsniveau zur Folge. Für Räume, in denen man nicht abgelenkt werden und konzentriert arbeiten möchte, sind deshalb Blau oder Grün die zu empfehlenden Farben. Arbeitsräume, in denen monotone Aufgaben verrichtet werden, können eine buntere Farbgebung haben. Blau fördert die Kreativität, Rot steigert die Aufmerksamkeit für Details.
Jemand der kreativ arbeiten möchte, sollte darauf achten, eine ausreichend große Arbeitsfläche zur Verfügung zu haben. Nur so kann er Material und Gedanken ausbreiten. Will sich jedoch jemand vor allem gut konzentrieren, sollte man möglichst viel Material in Schränken verstauen und für guten Lärmschutz sorgen.

Auch das Fraunhofer-Institut bestätigt: Attraktive Büros haben Mut zu Farbeinsatz und -vielfalt. Sie verwenden "warme" Farben und Materialien, wie zum Beispiel Holz, Glas und Textilien (und das nicht nur als Bodenbelag sondern auch auf vertikalen Flächen). Sie haben attraktive, funktionale und ergonomisch hochwertige Möblierungen und verzichten auf billig wirkende Kunststoffe.


Lesen Sie auch meinen Artikel: Arbeitsplatzgestaltung für GefühlsarbeiterInnen (pdf).

Wenn Sie Beratung bei der Büroraumgestaltung nach architekturpsychologischen Kriterien wünschen, nehmen Sie mit mir Kontakt auf.

Welchen Einfluss übt der Büroraum auf den Stress (-abbau) aus?

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Quellen:
Innovationsoffensive Office 21 des Fraunhofer IAO; http://www.office21.de/

Römer, Anke: Die Macht der vier Wände. in: Psychologie Heute. März 2010

Hier mein Artikel: Arbeitsplatzgestaltung für GefühlsarbeiterInnen zum Download im pdf Format.


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