Das Zürcher Ressourcen Modell®

ZRM® ist ein Modell von Selbstmanagement, das auf aktuellen Erkenntnissen der Neurowissenschaften aufbaut. Es kommt in Beratung, Training und Coaching zum Einsatz und unterstützt seine AnwenderInnen, positive Ressourcen zu aktivieren und Resilienz-Ziele zu erreichen.

Das Zürcher Ressourcen Modell® wurde von Dr. Maja Storch und Dr. Frank Krause im Auftrag der Universität Zürich in den 90er Jahren entwickelt und wird laufend wissenschaftlich auf seine nachhaltige Wirksamkeit überprüft

Im ZRM® kommen zwei entscheidende Tools zum Einsatz: Die ressourcenaktivierende Bildkartei von Dr. Maja Storch und die Motto-Ziele von Dr. Frank Krause.

Die sicherste Vorgehensweise für den Bau von motivationalen Zielen ist, zu dem bewussten Ziel ein Bild zu suchen, dann zu dem Bild die passenden Worte erarbeiten, aus diesen Worten ein Motto-Ziel bauen und dieses Sprachgebilde, das eng mit der Bilderwelt verbunden ist, mit den daran gekoppelten somato-affektiven Signalen aus der Körperwelt auf Maß schneidern.

Fallbeispiele:

Markus (Name geändert) arbeitet am Beschwerde-Telefon und hat es täglich mit aufgebrachten KundInnen zu tun, die sich oft aggressiv verhalten. Am Ende jeden Tages fühlt sich Markus emotional erschöpft und ausgelaugt. Er hat Schwierigkeiten einzuschlafen. Die Arbeit macht ihm keine Freude mehr, er macht Dienst nach Vorschrift und würde gerne seinen Job wechseln.

Markus möchte sich souverän fühlen im Umgang mit Beschwerdekunden.

Er erarbeitet sich zum Bild eines Segelbootes das Motto-Ziel: Ich gleite auf meiner erfrischenden Welle davon.

Er legt sich einen Pool von Erinnerungshilfen zu, dazu gehören ein kleiner Anker auf seinem Schreibtisch, das Bild vom Segelboot als Bildschirmhintergrund, ein blaues Mauspad u.a.. Diese Dinge erinnern ihn, bewusst und unbewusst, an sein Motto-Ziel und helfen ihm, in seine souveräne Haltung zu finden. Er entwickelt ein Embodiment, eine wellenartige Bewegung mit der Hand, das auf der Körperebene das neue neuronale Netz mit der „souverän“ Information, triggert. Er plant den Einsatz schwieriger Situationen mithilfe seines Ressourcen-Pools.

Schon nach kurzer Zeit stellt Markus fest, dass es ihm viel besser gelingt, auch in schwierigen Situationen gut bei sich und souverän zu bleiben. Er spricht nun oft davon, auf seiner erfrischenden Welle zu gleiten und überträgt diese Haltung auch auf andere schwierige Lebenssituationen.

Brigitte (Name geändert) ist Sozialarbeiterin. Sie hat nur noch wenige Jahre zur Pension. Ihre Arbeit erlebt sie als sinnvoll, wenn auch sehr belastend. Sie benötigt immer längere Regenerationsphasen, um zu ihrer Leistungsfähigkeit zurück zu kommen. Brigitte sucht sich ein Bild, ohne bewusste Fragestellung, einfach mit einem guten Gefühl aus. Ihr unbewusstes Bedürfnis meldet sich mit deutlichen somatischen Markern (strahlendes Lächeln, Leichtigkeit in Brust und Bauch) beim Bild eines sonnendurchfluteten Gartens mit einer weißen Sitzbank.

Sie entwickelt ihr Motto-Ziel: Ich ernte mit Gelassenheit in meinem warmen Garten.

In ihrem Pool von Erinnerungshilfen sind unter anderen ein grünes T-shirt, ein in Kunstharz eingelassenes Insekt und Vivaldis Vier Jahreszeiten. Eine sorgfältig entwickelte Bewegungsabfolge ist ihr Embodiment, das jene Ressourcen in ihr aktiviert, die dieses Gefühl des Erntens im warmen Garten auslöst. Sie beschreibt es als angenehme Wärme, die sich vom Bauch aus über den ganzen Körper ausbreitet, Leichtigkeit und Frische im Kopf.

Brigitte überlegt, in welchen Situationen es ihr schwer fällt, in diesem guten Gefühl zu bleiben und sie in alte, unerwünschte Automatismen verfällt. Sie plant für diese Situationen den Einsatz ihrer Erinnerungshilfen, ihres Embodiments und bittet eine Kollegin, ihr eine grüne Karte zu zeigen, wenn sie sie beim Schimpfen ertappt. Damit triggert sie das gute Gefühl in schwierigen Situationen und verhindert, in ein altes Verhaltensmuster zu fallen. In ca. 3 Monaten wird sie diese neue Haltung integriert und einen neuen, erwünschten Automatismus entwickelt haben.

Resümee

Sowohl Markus als auch Brigitte haben etwas zur Burnout-Prophylaxe getan. Sie haben unbewusste Ressourcen aktiviert, die in schwierigen Situationen eine bestimmte Haltung, verbunden mit einem guten Gefühl, hervorruft und sie so handeln lässt, wie sie das wünschen. Dies stärkt ihre Selbstmanagementfähigkeiten und ihr Selbstvertrauen. Sie lernen, selbst in schwierigen Situationen die Kontrolle über sich zu bewahren.

Und sie haben eine Methode gelernt, mit der sie sich jederzeit ein neues, gesundes Verhalten angewöhnen können.

Burnout ist volkswirtschaftlich, betrieblich und persönlich mit (zu) hohen Kosten verbunden. Maßnahmen zur Prävention sind nachweislich wesentlich billiger und es profitiert jede/r Einzelne, das Unternehmen bis hin zur Volkswirtschaft davon. Das Zürcher Ressourcen Modell® ist eine geeignete Methode, um Selbstmanagement, Gesundheit und Resilienz zu fördern.

 

Wenn Sie Interesse haben, die Resilienz Ihrer MitarbeiterInnen zu stärken, dann nehmen Sie hier mit mir Kontakt auf.